Der neue Kalender - Festsetzung des Ostertermins

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Archimandrit Nilos
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Der neue Kalender - Festsetzung des Ostertermins

Postby Archimandrit Nilos » Wed 10 April 2013 10:21 am

DER NEUE KALENDER - FESTSETZUNG DES OSTERTERMINS.

Warum wir als Wahre Orthodoxen Christen dem so genannten neuen, also den »Gregorianischen« Kalender ablehnend gegenüberstehen müssen.

Wie wir im NT nachlesen können, gründete unser Herr selbst die Kirche. Er selbst suchte sich sorgsam die Hl. Apostel aus, welche vom Heiligen Geist erfüllt sein Werk fortsetzten.
In deren Nachfolge versammelten sich die Bischöfe (Apg. 20, 28; 1. Tim. 3, 1-2; Tit. 1, 7) mit ihren unterschiedlichen Standpunkten zu einem Konzil und legten u.a. ein Prinzip fest, das die Kirche leiten soll.
IDie 7 Oekumenischen Konzilien tragen das Siegel des Hl. Geistes.


Die Schrift stellt eindeutig fest, dass die Auferstehung des Herrn nach dem jüdischen Passah stattfand. Also darf man Ostern auch nicht vor oder zusammen mit dem Pessachfest der Juden feiern. Dies kann man aber nach neuem Kalender nicht gewährleisten. Der Neue Kalender bringt nicht nur Ostern durcheinander sondern auch andere Fixpunkte. Der wichtigste ist das Apostelfasten. Dieses beginnt am Montag nach Allerheiligen, also dem Sonntag nach Pfingsten und dauert bis zum Fest der Apostel am 29. Juni AK. In den Kirchen, die den NK eingeführt haben, gibt es daher bei einem späten Ostertermin nicht nur kein Apostelfasten, sondern sogar "minus 8 Tage". Das Apostelfasten hört bei denen also 8 Tage vor seinem Anfang bereits auf. Ein solches Absurdum für eine der wichtigen Fastenzeiten im Kirchenjahr zeigt wohl deutlich, wie wenig der NK akzeptabel ist. Dazu vielleicht noch Auszüge aus einigen Konzilsbeschlüssen:

Apostolischer Kanon VII - "Wenn irgendein Bischof, Priester oder Diakon das Osterfest vor dem Frühlingsäquinoktium zusammen mit den Juden begeht, der sei seines Amtes enthoben."
"Es sollen die alten Gebräuche siegreich bleiben" - Kanon VI, Erstes Ökumenisches Konzil
"insofern der Brauch und die alte Tradition siegreich geblieben sind..." Kanon VII, Erstes Ökumenisches Konzil"
...gemäß den Kanones der Heiligen Väter und dem alten Brauch..." - Kanon VIII, Drittes Ökumenisches Konzil

Nach dem Beschluss des Konzils von Nicäa 325 ist der Ostertemin
nach dem ersten Frühlingsvollmond und nach dem jüdischen Pessachfest zu setzen. Davon ausgehend ist der österliche Festzyklus IN JEDEM FALL an den "alten Stil" gebunden - selbstverständlich bezieht sich dies dann auch auf das Apostelfasten. Ostern ist zu feiern nach dem Frühlingsäqiunoktium Christen feiern nicht am selben Tag wie Juden (14. Nisan) Ostern wird immer am Sonntag gefeiert (den 8. Tag- Tag der Auferstehung).
Warum hat die gesamte Kirche nach diesem Konzil (325) immer nach dem jüdischem Pesah Ostern gefeiert, und nicht vorher!? War nicht die Priorität der Beschließung dass alle Christen am gleichen Tag Ostern feiern? Das beweisen die anderen Beschlüsse danach, welche diejenigen die an einem anderen Tag oder zusammen mit den Juden das Ostern feiern, mit der Excommuniocation drohen. Der Herr ist doch am Freitag den 14. Nisan, also jüdischen Pesah gekreuzigt worden und am dritten Tage auferstanden, das war ein Sonntag!
In den ersten Jahrhunderten war es terminlich ungeregelt, aber man hielt sich am 14. Nisan fest da man das geschichtlich sicher wusste.
Bereits Ap. Paulus sträubt sich das man am gleichen Tag mit denen Feiert die das "Blut des Herrn an ihren Händen kleben haben". Die "Schwammigkeit" bzgl. des Ostertermins, dem größten Fest der Kirche, wollte man endlich durch ein Konzil regeln. Punkt 2 und Punkt 4 des oben rekonstruierten Beschlusses, ergeben das es immer nach dem 14.Nisan ist, und wenn dieser selbst an Sonntag fällt, dann wird das Osterfest eine Woche später stattfinden.
Typologisch gesehen kann das neutestamentliche Neue Pesah nur nach dem alttestamentlichen Pesah kommen!

Der Papst hat gegen diese allgemein gültigen Konzilbeschlüsse der Kirche verstoßen, in dem er durch eine eigenhändige gottlose Kalenderreform den Feiertagstermin wider aufgesplittet und somit die Mühe der heiligen Konzilsteilnehmer zunichte machte. Jetzt feiert man wie es beliebt, mal vorher, mal gleich, mal nach den Juden. Es gab und gibt in Wahrheit nur den "Kirchenkalender", entworfen und beschlossen zum einheitlichen kirchlichen Gebrauch vom Nicänum I, dann bis zur unseligen Reform des Papstes Gregor XIII. Ende des 16. Jahrhunderts mehr als tausend Jahre in Kraft stehend, bis ins 20. Jahrhundert einheitliche Grundlageder Orthodoxen Kirche war, bis zur gottlosen Reformdes griechischen Freimaurers und Patriarchen Metaxakis auch hier die Spaltung einleiteten.

Typisch neukalendarisch ist die Argumentation, dass die ganze Sache mit der Genauigkeit der Zeit etwas zu tun; dem ist aber nicht so. Die Panorthodoxen Synoden des 16. Jahrhunderts unter der Führung des Ökumenischen Patriarchen Jeremias II. (Tranos) haben dies bestätigt und die Befolger des neuen päpstlichen Kalenders mit dem Ausschluss aus der Orthodoxen Kirche belegt. Dies gilt selbstverständlich auch für die Befolger des sog. "gemischten Kalenders", der zwar das Osterdatum nach dem alten kirchlichen Kalender berechnen, aber sonst, was das Menologion und die feststehenden Feste wie z.B. Weihnachten anbetrifft, mit dem neuen gehen.

Nach der Entscheidung des Ersten Ökumenischen Konzils müssen zur Zelebration des Pas’cha (Ostern) folgende vier Punkte eingehalten sein (Pedalion, S. 9, s. u.):
a) Frühlingstagundnachtgleiche,
b) erster Vollmond nach der Frühlingstagundnachtgleiche,
c) nach dem jüdischen Pessach,
d) der erste Sonntag nach a) bis c).

Was nun das jüdische Pessachfest betrifft, so soll dies am 14./15. Tag des ersten Monats (Nissan) gefeiert werden (Ex 12 bzw. Lev 3,4-8).
Ob die (heutigen) Juden noch nach ihrer eigenen Regel leben, ist dabei völlig belanglos, denn die Hl. Väter der Konzile haben ihre Regel natürlich unabhängig von irgendwelchen anderen Bedingungen aufgestellt. D.h. selbst wenn es überhaupt keine Juden mehr gäbe, gilt immer noch die Regel, die sich auf das jüdische Gesetz bezieht. Oder anders gesagt, selbst wenn alle vom Gesetz abweichen, bleibt dieses doch bestehen. Und an diesem, orthodoxen Ostertermin erscheint ja auch jedes Jahr das unstoffliche Licht in der Auferstehungskirche zu Jerusalem. So lange es kein Gesamtorthodoxes Konzil gibt, wo von Allen beschlossen wird, nach einem anderen Kalender zu feiern als einst verfügt wurde, bleibt alles andere eine unzulässige Abweichung von den Traditionen.

Schon der Apostel Paulus schrieb:
"Nun wohl, Brüder, stehet fest und haltet euch an die Überlieferungen, die ihr mündlich oder brieflich von uns empfangen habt."


Wie man in der Zeitschrift DER BOTE / Ausgabe 2/1998 der Russischen Auslandskirche vor ihrem Zusammenschluss mit dem Sergianistischen Moskauer Patriarchat (sehr interessante Ausführungen zu dem Kalenderthema!) nachlesen kann, haben die Romkatholiken und andere Sektierer wie Protestanten, Anglikaner, Altkatholiken in einem Zeitraum von 100 Jahren, zwischen 1888 und 1988 dreiundzwanzigmal die o.g. Regeln unbekümmert verletzt, fielen also in der Osterfestfrage den Anathemata des des 1. Ökumenischen Konzils sowie anderer Verurteilungen anheim.

"Rundschreiben der vier Östlichen Patriarchen (1884) :
- " Unser Glaube ist nicht vom Menschen und nicht durch den Menschen gekommen, sondern vermittels der Offenbarung Jesu Christi, welche die Göttlichen Apostel verkündigt, die Heiligen Ökumenischen Konzile bekräftigt, die größen, weisen Lehrer der Welt weitergegeben, und die Märtyrer durch ihrem Blut besiegelt haben. Halten wir uns weiterhin an unser Glaubensbekenntnis, das wir von so vielen bedeutenden Männern in reiner Form übernommen haben, und lehnen wir jegliche Neuerung als eine Einflüsterung des Bösen ab...
Wer es wagt, dem zuwider zu handeln, der hat bereits dem Christlichen Glauben entsagt, und sich durch Lästerung des Heiligen Geistes der ewigen Verdammnis ausgesetzt.
Alle Neurer, seien es Ketzer oder Spalter, ziehen also freiwillig den Fluch an wie ihre Hemd (Ps.108,18), und das betrifft alle: Päpste, Patriarchen, Kleriker und Laien...
Nicht wir sprechen heute diesen furchtbaren Fluch aus, sondern das hat vor allem unser Erlöser, hat der Göttliche Paulus in seinem Brief an die Galater getan. Das gleiche haben auch die sieben Ökumenischen Konzile und eine ganze Schar von Gott-erleuchtenden Väter ausgesprochen." (Darunter stehen die Unterschriften von Patriarchen und Mitgliedern ihres Synods : Anthymos von Konstantinopel, Jerotheus von Alexandria, Methodios von Antiochien und Kyrillos von Jerusalem).

Der ehrwürdige Seraphim von Sarow (gest. 1833) : - " Was die Heilige Kirche akzeptiert hat, das muß einem jedem Christenherz lieb und teuer sein. Was die Kirche und den Sieben Ökumenischen Konzilien anordnete, ist zu erfüllen. Schlimm wird es dem ergehen, der hierbei ein Wort hinzufügt oder wegläßt."

Erzbischof Nikon von Wologda (gest. 1917) : - " In letzter Zeit sind so manche auf Umwandlungen aus, wir klügeln allzu viel herum und legen auch schon an die Kirche selbst einen entsprechenden Maßstab an. Dabei vergessen wir ganz, daß sie nicht von dieser Welt ist, wie der Herr zu Pilatus gesagt hat, daß ihr Fundament unantastbar ist. Und wer es trotzdem tut, der begeht einen größen Frevel, denn dieses Fundament ist ewig wie die Kirche selbst, und wer sich davon lossagt, ist bereits von der Kirche ausgeschieden und kein Christ mehr...
Davor sollen sich alle unsere "Erneuerer", "Beleber" und "Umgestalter" des Kirchenlebens in acht nehmen, wenn sie getreue Söhne der Orthodoxen Kirche bleiben wollen. Sind sie ihre Söhne, so müssen sie ihr vor allen Dingen wie ein Sohn gehörchen, ansonsten werden sie Falschnamige sein, welche die Kirche innerlich spalten können".

Bischof Nikodim Milas, der bekannte Kanonist von Dalmatien : "Weicht man von den alten Gesetzen ab und verletzt auch nur eine von ihren Regeln, so verliert die Landeskirche die Gnade Gottes, wird sie zu eine spalterische Gemeinschaft."

Der hl. Johannes Chrysostomos (gest. 407) : "Ist eine Kirchenüberlieferung vorhanden, so braucht man nichts mehr weiter zu suchen".

Griechisches Steuermanbuch ("Pidallion") : "Wo es keine Richtschnur oder ein geschriebenes Gesetz gibt, da tut es an ihrer Stelle auch ein Brauch, der sich viele Jahre hindurch bewährt hat und dem geschriebenen Gesetz nicht zuwiderläuft."Syntagma", ein kanonischer Sammelband aus dem 14. Jh., zusammengestellt von dem Mönchpriester Matthäus Wlastaris : "Um die Osterfeierlichkeiten richtig festzusetzen, müssen vier Bedingungen eingehalten werden:
1.) Diesem Fest muß das Frühlingsäquinoktium vorausgegangen sein.
2.) Danach mußte ein Vollmond folgen.
3.) Es muß am ersten Sonntag danach gefeiert werden.
4.) Dieses Fest darf zeitlich nicht mit den jüdischen Passah zusammenfallen".Siebente Regel der heiligen Apostel : "Ganz gleich, wer es auch immer sein mag : ein Bischof oder ein Priester oder ein Diakon, jeder, der Ostern vor der Frühlings Tag und Nachtgleiche zusammen mit den Juden feiert, ist seines heiligen Ranges zu entkleiden".

Gemeinsame Verordnungen unter den Patriarchen Jeremias II von Konstantinopel (1583) : "Da die Kirche des alten Rom sich über die Eitelkeit ihrer Astronomen zu freuen scheint und die vortrefflichen Bestimmungen über das Heilige Osterfest, das von den Christen der ganzen Erde gefeiert wird, wie es sich geziemt unbedachterweise abgeändert hat, werden sich daraus allerlei Versuchungen ergeben...

Deshalb müssen wir darauf hinweisen, daß es so die hl. Väter bestimmt hatten. Wir haben dies mit dem Patriarchen von Alexandria und dem Patriarchen von Jerusalem und anderen Mitgliedern des Synods in Dusse Swjate besprochen und geklärt : Wer sich nicht an die Kirchenbräuche und daran hält, was die Sieben Ökumenischer Konzile über das Osterfest und den Kalender verordnet haben, sondern sich an die Gregorianische Ostertafel und den Gregorianischen Kalender halten will, der handelt zusammen mit den gottlosen Astronomen wider alle Bestimmungen der Heiligen Konzile und möchte sie abschwächen und verändern ? Er sei verflucht und aus der Christuskirche und aus der Gemeinschaft der Getreuen ausgestoßen. Ihr alle, orthodoxe und strenggläubige Christen, haltet euch an das, was man euch gelehrt hat, womit ihr geboren und groß geworden seid, und sollte es notwendig sein, so vergießet auch euer Blut, auf daß der väterliche Glaube und das Bekenntnis bewahrt bleiben. Seid auf der Hut, auf daß unser Herr Jesus Christus euch beistehe und unsere Gebete mit euch allen seien. Amen". (Jeremias II, Patriarch von Konstantinopel, Silvester, Partriarch von Alexandria, Sophronius, Patriarch von Jerusalem, und andere Erzpriester des Konzils das am 20. November 1583 stattgefunden hat).

Für uns rechtgläubige Menschen gehört die Benutzung des Orthodoxen Kalenders seit den Anfängen des Christentums zu den überkommenen altbewährten, guten Kirchenbräuchen.

Der ökumenische Patriarch Ioakim III (gest. 1904) : "Es ist ein wesentliches Merkmal der Orthodoxie und das A und 0 ihrer gesamten kanonischen Struktur, dass die jahrhundertealten Festlegungen unserer Väter nicht verletzt werden. Nur so sind die neuesten Bestrebungen, die, um mit den Worten des Apostels zu sprechen, von den irdischen und teuflischen Klügeleien ausgehen, zu verstehen. Denn ihrer Meinung nach soll das, was so viele Jahrhunderte lang gebührend bestanden hat, nicht in Kraft bleiben und auch für die übrige Zeit heilig sein."

Das Gesamtrussische Heilige Konzil (1917-1918) war sich bewußt, wie verderblich jegliche Annäherung an den gregorianischen Stil sei, und gab daher dem Julianischen Kalender den Vorzug. Es lehnte den neuen Stil entschieden ab und legte fest, sich bei der kirchlichen Zeitrechnung an den alten Stil zu halten.

Die vier Orthodoxen Bischofskonzile der ausländischen Russischen Kirche (1923, 1924, 1926 und 1931) verfügten damals ebenfalls den neuen Stil abzulehnen, denn die östlichen Patriarchen hatten 1583 und 1756 den neuen Stil verflucht. Und dieser Fluch ist auch heute noch gültig, denn das Konzil zu Nikäa hat ihn nicht aufgehoben."

Anhand der Überlieferung müssen wir bestimmen, wer heute ein wahrhaftiger Sohn der Kirche und wer ein Spalter ist. Die Bewahrung der heiligen Überlieferung, - hatte Patriarch Ioakim III gesagt, ist ein Merkmal des rechten Glaubens...

Daraus läßt sich schlußfolgern:
1.) Die Kalenderfrage ist eine Sache des Glaubensbekenntnisses.
2.) Der alte Julianische Kalender ist kanonisch obligatorisch, insbesondere im Hinblick auf die Ostertafel und die Gottesdienstordnung.
3.) Der neue Gregorianische Kalender hingegen führt unweigerlich zu einer Abänderung der Ostertafel und der Gottesdienstordnung hin.

Ein Offener Brief an alle Kinder der Christuskirche, die sich an den Orthodoxen Kalender und an die Überlieferungen der Heiligen Katholischen Kirche halten (1929), Innozenz, Erzbischof von Peking von der Russischen Auslandskirche (gest. 1931) :
"Wir haben die traurige Kunde vernommen, daß diejenigen, welche sich an die Überlieferungen der Heiligen Orthodoxen Kirche halten, von Seiten der falschen Brüder grausam verfolgt werden. Letztere wagen es unter dem Schutz der weltlichen Behörden, die Göttlichen Gesetze zu schmähen und zu beschimpfen. Diese Wölfe im Schafspelz, die sich für weise Leute und Aufklärer ausgeben, haben sich ohne jegliche Furcht vor Gott erdreistet, die Gesetze der Christuskirche zu korrigieren. Sie sind verblendet von dem Hochmut dieser Welt, sie dünken sich weiser als die Apostel und die heiligen Kirchenväter, mit deren Munde der Herr selbst geredet hat...
Sie behaupten, unser Orthodoxer Kalender sei von der astronomischen Wahrheit weit abgewichen, und daher sei es längst schon an der Zeit, zum Gregorianischen Kalender überzugehen, denn er sei von den Gelehrten für richtig befunden und von der ganzen gottesleugnerischen Welt akzeptiert worden. Beweisen können sie das allerdings nicht...

Haltlos sind auch die Behauptungen der Anhänger des neuen Stils, der Gregorianische Kalender wurde eingeführt, weil der Julianische Kalender einer Berichtigung bedurfte. Aber die Jesuiten, die Ende des 16. Jahrhunderts in der katholischen Kirche einen gewaltigen Einfluß gewonnen hatten, waren lediglich darauf aus, durch die Einführung des Gregorianischen Kalenders mit dem orthodoxen Osten endgültig so zu brechen, darnit sogar die Feste zu verschiedenen Zeiten begangen würden.
Ebenso wie diese wichtigsten Argumente sind auch die anderen zweitrangigen Beweisführungen der Anhänger des neuen Stils zugunsten des Gregorianischen Kalenders völlig fehl, wenn sie meinen, unser Orthodoxer Kalender und die Ostertafel seien auf die Sonne und nicht auf den Mond orientiert. Entweder wissen sie es nicht oder verschweigen sie es vorsätzlich, aber unserem Orthodoxen Kalender wurde der Mondkalender zugrunde gelegt. Wir orthodoxen Christen feiern Ostern keineswegs nach den Weisungen des Gregorianischen oder des Julianischen Kalenders, sondern gemäß dem biblischen Kalender, wie das alttestamentliche Israel in Befolgung der durch Mose verkündeten Gebote Gottes Passah gefeiert hatte.

Die Neutestamentliche, die Orthodoxe Kirche gedenkt der Worte des Erlösers: Bis daß Himmel und Erde vergeh, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis daß es alles geschehe (Mt. 5, 18) , ? und wahrt heilig den alten Brauch, Ostern nach dem Mondkalender zu feiern.
Wie hatte unser Erlöser Jesus Christus auf Erden gelebt?
Er hat gleichfalls nach dem altbiblischen Mondkalender gelebt. Zusammen mit dem alttestamentlichen Israel war Er im Nissan, dem ersten Monat des jüdischen Jahres, bei Vollmond nach Jerusalem zum Passionsfest gekommen. Zu dieser Zeit wurde Er auch verraten, abgeurteilt und gekreuzigt.
Somit sind der Tod und die Auferstehung des Erlösers untrennbar mit dem jüdischen Passah verbunden und müssen danach erfolgen. Daher wurde es bereits im ersten Jahrhundert des Christentums Brauch, die Karwoche, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersamstag nach dem jüdischen Passah zu feiern. Und so hält es die heilige Kirche bis auf den heutigen Tag. darnit diese Reihenfolge für ewig beibehalten werde, legten die hl. Apostel fest, Ostern nach dem jüdischen Passahfest, nach der Frühlings Tagundnachtgleiche zu feiern. Da das Äquinoktium auf den September und den März fällt, und das neue Jahr seit uralten Zeiten entweder im September oder im März begonnen hatte, so konnte Ostern, da es nach dem Äquinoktium gefeiert wird, niemals auf das Jahresende fallen. Von dieser Regel ist die heilige Kirche niemals abgewichen; hatte es auch manchmal Meinungsverschiedenheiten gegeben, so nur darüber, ob man Ostern gleichzeitig mit dem jüdischen Passahtest feiern könnte.

In dieser Frage schaffte das Antiochenische Konzil Klarheit :
Es verfügte, hinsichtlich der Osterzeit habe man sich an die Regeln der Apostel zu halten. Später, im 4. Jh., würde eine Orthodoxe Ostertafel zusammengestellt. Das tat die gelehrteste Kirche des Altertums, die von Alexandria. Mit ihr verglichen, waren die katholischen Reformatoren des 16. Jh. nur dreiste Stümper, die ihr hochvollkommenes Werk entstellten.Mit der Zusammenstellung der Ostertafel wurde das Ziel verfolgt, daß Ostern überall zu gleicher Zeit zu feiern sei und dabei immer strikt die Apostolische Regel eingehalten wurde: nämlich Ostern niemals vor oder gleichzeitig mit dem jüdischen Passah zu feiern. Den Schöpfern der Ostertafel war hinreichend bekannt, daß der Julianische Kalender, den sie mit dem jüdischen Mondkalender in Übereinstimmung gebracht hatten, ungenau ist, aber der Mondkalender war es auch, das wußten sie.
Der Fehler des Julianischen Kalenders korrigiert den Fehler des Mondkalenders aber dermaßen genau, daß die Abweichung in unserer Ostertafel, wie der Astronom Predterschenski bezeugte, innerhalb von 1900 Jahren nicht mehr als drei Stunden beträgt...
Aber auch ohne Ostertafel und spezielle Berechnungen kann jeder Orthodoxe ohne weiteres das Datum des Osterfestes bestimmen : möge er darauf achten, in welche Richtung sich die Schatten bei Sonnenaufgang hinbewegen, und sich den Tag merken, wenn die Schatten direkt nach Westen fallen werden. Das wird der Tag des Äquinoktiums sein. Danach muß er den Mond beobachten und den Tag festhalten, wenn der Mond im Osten aufgeht, während die Sonne zugleich im Westen untergeht, und umgekehrt.

An diesem Tag, wenn der Vollmond die ganze Nacht hindurch leuchtet, wird das jüdische Passahfest gefeiert. An dem Donnerstag, der dem Vollmond folgt, beginnt dann das christliche Ostern, das bis Sonntag dauert. Dabei muß man sich merken, daß der Vollmond nur dann auf Ostern Bezug hat, wenn er nicht früher als zehn Tage nach dem Äquinoktium eintritt, d. h. nicht vor dem 18 März. Am frühesten wird Ostern sein, wenn der Vollmond auf Mittwoch, den 18. März, fällt. Am 19. März wird dann Gründonnerstag und am 22. März Ostersonntag sein. Setzt der Vollmond ein paar Tage vor dem 18. März ein, so wird Ostern auf April verschoben: als Ostervollmond wird dann der Vollmond am 18. April gelten. Auf diesen Tag entfällt dann auch das jüdische Passionsfest. Ist dieser Tag ein Sonntag, so beginnt die Karwoche am Donnerstag, dem 22. April, und Ostersonntag wird am 25. April gefeiert; das sind die spätesten Ostern. Somit kann jeder auch ohne Kalender ganz genau herausfinden, wann unser Orthodoxes Ostern gefeiert wird.

Wir können uns also mit ruhigem Gewissen an unseren Orthodoxen Kalender und an die Ostertafel halten; auf diese Weise werden wir Ostern niemals früher als die Juden, oder mit ihnen zugleich feiern, und auch nicht gegen die Heiligen Kanons verstoßen.Genauer gesagt, liegt unserem Orthodoxen Kalender weder der Julianische noch der Mondkalender zugrunde, sondern eine nach Wochen bemessene Zeitrechnung. Das sehen wir deutlich an unseren Gottesdienstbüchern, wo die Zeitrechnung wöchentlich erfolgt. Seit der Erschaffung der Welt beenden wir unser Werk am sechsten Tag, den siebenten widmen wir Gott...

Aber die sich hartnäckig sträubenden Anhänger des neuen Stils werden wir nicht überzeugen können. Auch wenn wir noch gewichtigere Einwände gegen ihre Reform erhöhen, so würden sie trotzdem nicht den wahren Worten glauben. Anders kann es auch gar nicht sein, denn sie heucheln nur Liebe und tun so, als seien sie um das Wohl der Kirche besorgt. In Wirklichkeit lassen sie sich jedoch von ganz anderen, keineswegs religiösen Zielen leiten, denn sie gehorchen den Weisungen jener Leute, die schon viele Jahrhunderte lang die Grundpfeiler der Christuskirche untergraben möchten. Nicht an der Einführung des Gregorianischen Kalenders ist ihnen gelegen, sondern daran, unseren Orthodoxen Kalender abzuschaffen und somit die Gläubigen miteinander zu entzweien und die Bruderliebe zu tilgen. Sie haben die Hand erhoben gegen unsere Kirchenbräuche, Bräuche, welche die Väter überliefert haben und welche die Zeit geheiligt haben, denn die Diener des Gebieters dieser Welt wissen nur allzu gut, daß unsere Orthodoxe Kirche gerade durch ihre Bräuche stark und mächtig ist. Sie wissen auch ausgezeichnet, daß die Göttlichen Kanons heilig und weise sind, und sie unsere Heilige Kirche wie eine unbezwingbare Mauer gegen den verdorbenen Geist dieser Welt und gegen alle schützen, die das Siegel des Antichristen tragen.

Die Widersacher von Jesus Christus haben unermüdlich und hartnäckig an den Grundfesten Seiner Heiligen Kirche gerüttelt, um an ihrer Stelle einen anderen Tempel, eine Art Heiligtum der sich selbst vergötternden Menschheit zu errichten. Daher soll niemand denken, wir stritten uns um Zeiten, um Monate und Tage und erduldeten wegen Vollmonde und Äquinoktien allerlei Unbilden. Nein, wir treten für die Heilige Kirche ein, nehmen sie vor den höllischen Kräften in Schutz. Die Widersacher von Jesus Christus wissen, wie hochbedeutsam es für die Nation und die Kirche ist, daß die Feier- und Fastentage zu einer bestimmten, für alle verbindlichen Zeit festgesetzt werden. Sie wissen, das ist für die Nation, den Staat und umsomehr für die Kirche das allerstärkste Bindeglied.
Möge uns keiner sagen, wir kämpften gegen Luft an ! Nein. Der Herr hat uns für würdig befunden, für Seinen Namen zu streiten. Ruhm und Ehre allen denen, die Verfolgungen und Entbehrungen auf sich nahmen! Ewig gepriesen seien alle, denen der Herr die Märtyrerkrone zuteil werden ließ!In der Christuskirche ist alles wichtig und bedeutsam, denn in jedem Brauch verkörpert sich der Heilige Geist, der die Kirche leben und atmen läßt. Ein jeder, der es wagt, sich gegen die auf der Heiligen Überlieferung und Schrift beruhenden kirchlichen Bräuche und Gesetze zu erheben, der erhebt sich wider den Heiligen Geist und offenbart allen die Augen haben um zu sehen, wessen Geistes er ist. Und die heilige Kirche handelt richtig, wenn sie solche Leute verfemt.Ich flehe den Herrn an, möge er die Schwachen stärken, die Verirrten wieder auf den rechten Weg hinführen und Seinen Getreuen einen Weg in die höheren Regionen bereiten!"
Es ist noch beizufügen, dass der neue Kalender in Griechenland 1924 auf Druck des Freimaurers Meletios Metaxakis, der Regierung Griechenlands, den unter freimaurerischen Einfluss stehenden Anglikanern (übrigens bis heute) und des aufkommenden gottlosen Oekumnismus eingeführt wurde.




Der Neue Kalender steht unter verschiedenen Anathemata:

1582 Papst Gregor 13 ändert den Kalender

1583 Pan- Orthodoxes Konzil in Konstantinopel verurteilt und setzt den Neuen Kalender unter Anathema

1587 Pan- Orthodoxes Konzil in Konstantinopel verurteilt erneut und setzt den Neuen Kalender wieder unter Anathema

1593 Pan - Orthodoxes Konzil verurteilt und setzt den Neuen Kalender unter Anathema

1670 Patriarch Dositheos von Jerusalem und sein Heiliger Synod verurteilen den Neuen Kalender und setzten ihn unter Anathema

1827 der Ökumenische Patriarch Agathangelos und sein Heiliger Synod verurteilen den Neuen Kalender und setzten ihn unter Anathema

1895 der Ökumensiche Patriarch Anthimos 7. and sein Heiliger Synod verurteilen den Neuen Kalender

1902 der Ökumenische Patriarch Joachim 3. und sein Heiliger Synod verurteilen den Neuen Kalender

1903 Patriarch Damianos von Jerusalem und sein Heiliger Synod verurteilen den Neuen Kalender

1903 der Heilige Synod der Russisch Orthodoxen Kirche verurteilt den Neuen Kalender

1903 der Heilige Synod der Rumäniisch Orthodoxen Kirche verurteilt den Neuen Kalender

1903 der Heilge Synod der Griechisch Orthodoxen Kirche verurteilt den Neuen Kalender

1904 der Ökumensche Patriarch Joachim 3. und sein Heiliger Synod verurteilen den Neuen Kalender

1919 erneut verurteilt der Heilige Synod der Griechisch Orthodoxen Kirche den Neuen Kalender

1919 Meletios Metaxakis wird Erzbischof von Athen

1921 Erzbischof Meletios wird abgesetzt wegen unkanonischer Vorgehensweise.

1922 Im Januar mit der Unterstützung des griechischen Ministeriums, aber ohne kanonischer Wahl wird Meletios Patriarch von Konstantinopel.

1923 der zukünftige Erzbischof von Athen Chrysostomos Papadopoulos schreibt: Keine Orthodoxe Autokephale Kirche kann sich von den anderen Lokalkirchen trennnen und den Neuen Kalender akzeptieren ohne schismatisch zu werden. Nach 1924 -vom wahren Glauben abgefallen- sagt er das Gegenteil !

.......

1925 die Erscheinung des lebenspenden Kreuzes über der Kirche des Hl Johannes des Theologen in Athen, wo sich Altkalendarier versammelt haben um die Erhöhung des Kreuzes zu feiern. Besonders zu beachten ist, dass diese Kirche unter dem Omophor von Erzbischof Matthäus (Karpathakis) (+1950) stand, der für seine Standfestigkeit und Glaubenstreue bekannt ist - im Gegensatz zu seinem Widersacher Chrysostomos Kavouridis von Florina, der 1937 in Schisma und Häresie verfiel, weil er die Mysterien der Staatskirche Griechenlands als gültig betrachtete.


Jeder Bischof muss schwören, dass er den Glauben bewahrt und den Hl. Kanones und der Hl. Tradition folgt, sollte er das nicht beherzigen, ist er kein Bischof mehr.

Der Hl. Johannes Chrysostomus:

Gehorche deinem Bischof, wenn er aber was lehrt, das von der überlieferten Lehre abweicht oder etwas Neues einführt, dann fliehe - fliehe - fliehe denn sonst werdet ihr beide verloren gehen.

Würdest du auch Nestorius folgen und gehorsam sein ? - oder Arius...?

Nur nebenbei sei bemerkt, dass dieses Jahr 2013 "Romkatholiken", Anglikaner, Altkatholiken und andere Sektierer Ostern bezw. Pessach zusammen mit den Juden am 31. März gefeiert haben, während wir Wahre Orthodoxe Christen am 22. April (nach dem neuen Kalender am 5. Mai) nach den Regeln des I. Oekumenischen Konzils von Nizäa wahrhaft OSTERN feiern werden.
Dieser Betrag wurde von Archim. Nilos bearbeitet und ergänzt.

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